» Schmuck, geschichtlicher Hintergrund

Schmuck (Kennzeichnungen, Merkmale oder Gegenstände), der unmittelbar auf kette_antikdem menschlichen Körper, Körperteilen oder Kleidung in der Absicht getragen wird, den Besitzer von anderen Menschen zu unterscheiden. Er wird aber auch aus übersinnlichen Beweggründen getragen.

Diese Kette stammt vom Münchner Juwelier Heinrich Butschal.

Motive für den Besitz von Schmuck sind u.a. die Steigerung der körperlichen Reize, persönliches Geltungsbedürfnis, Steigerung der gesellschaftlichen Stellung oder Kennzeichnung der persönlichen Individualität.

Körperschmuck fehlte in keinem Kulturkreis, egal ob niedrige oder hohe Kulturform - diese Tradition reicht von der vorgeschichtlichen Zeit bis in die Gegenwart. Daß der Ursprung der Kleidung des Menschen auf den Schmuck zurückzuführen ist, wird von der heutigen Völkerkunde entschieden zurückgewiesen.

Die künstlerische Wertigkeit des Schmuckes in der Antik begann mit der Bearbeitung von Metallen, dies belegen eindrucksvoll Entdeckungen aus der Bronze- und Eisenzeit. Bei den verarbeiteten Metallen handelte es sich um Bronze, Gold und Silber; sie wurden gegossen und getrieben. Bei den hergestellen Schmuckstücken handelte es sich vor allem um Kleidungsspangen und Armreifen. Die typischen Formen waren geometrische Ornamente und Spiralen.

schmuck_aegyptenVon den antiken Kulturvölkern waren die Ägypter bei der Edelmetallverarbeitung am weitesten entwickelt, den umwerfenden glanz des Goldes verbanden Sie gerne mit Intarsien als Glas und Emaillie. Die Ägypter bevorzugten bei Ihren Schmuckstücken die Linearität der Architektur, dies findet man auch bei Fundstücken, wie zum Beispiel Ihrer kunstvoll gestalteten Brustplatten. Kunstvoll gestalteten Schmuck zeigen auch die berühmten Schatzfunde von Troja.

Ihr wichtigster Grundsatz war, daß der Schmuck sich dem Körper mit seinen zahlreichen Bewegungen perfekt anpasste; deshalb gestatalteten sie ihren Schmuck feingliedrig und beschränkten sich auf das Wesentliche und vermieden daher eine gewisse "Überladenheit" der Schmuckstücke.

Die verblüffendste Leistung vollbrachten sie bei Schmuckstücken für Hals und Ohr, hier wurden kleinste Szenen durch Figuren nachgestellt und sie wurden durch feinste Granulierung mit geometrischen Mustern verziert.

Die Ethrusker wurden bei der Herstellung von Schmuck stark vom Stil der Ägypter beeinflusst , sie verfeinerten dabei die Techniken des Goldlötens, besonders bei der Granulierung.

Ein Extrembeispiel für den Schmuck-Wahn war Rom, und sie gestalteten Ihren Schmuck mit Perlen, Edelsteine, spezielle geschnittene Steine und farbenbrächitiges Glas. Diese Schmuckstück wurden schwerpunktmäßig gefertigt und waren ein Statussymbol ins Rom.

In Byzanz änderten sich die spätantiken Schmuckformen und wurden in Einklang mit den schweren Gewändern harmonisch verbunden. Viele Schmuckstücke aus Gold mit flachen Reliefformen mit herrlichen leuchtenden Schmelz und / oder Verglasung entstanden ist dieser Kulturform.

Mit der Verbreitung des Christentums verschwand der Brauch, den Toten Schmuck in die Gräber zu legen, deshalb gab es zu dieser Zeit verhältnismäßig wenig Schmuck.

Erst die Gotik entdeckte den Schmuck wieder neu und im 15. Jahrhundert steigerte sich dieser speziell bei den französischen und burgundischen Adeligen zum Luxusartikel.

Im 16. Jahrhundert wurde als Schmuck von Männern Halsuhren als Anhänger gern getragen.

perlenIm 18. Jahrhundert gewannen Perlen, Edelsteine, sowie Abwandlungen im Barock zunehmend an Bedeutung und wurden in einer Art von Stilleben zu Blumen, Federn und Schleifen verarbeitet.

Ende des 18. Jahrhunderts kehrte man wieder zu den einfachen Schmuckformen der klassischen Antike zurück, dies beeinflusste auch die Gestaltung des Eisenschmucks für die nächsten Jahrzehnte in Deutschland sehr.

Im 19. Jahrhundert gab man sich weniger Mühe mit der Herstellung und Gestaltung von Schmuck. Die Resultate waren eher unbefriedigend.

Nicht nur wunderschöne Perlen und Schmuckgegenstände kann man heutzutage, oft sehr günstig online in Shops bestellen, Sie können heute sogar Ihre gesamten Kindermöbel ebenfalls in sogenannten Onlineshops bequem und risikolos kaufen.

Erst seit ca. 1900 suchte man speziell in Deutschland und in Frankreich nach neuen Schmuckformen in zwar in naturalistischer und konstruktiver Weise.

Eine relative neue Kunst ist durch die Weiterentwicklung der Technologie möglich geworden, die Erstellung von Kunstdrucke.

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